Zeitenwende in der Steuerberatung – Der TaxTech Podcast – Folge #1

Es findet eine Zeitenwende in der Steuerberatung statt und wir sind mitten drin. In fesselnden 30-minütigen Gesprächen tauchen wir tief in die aktuellen Trends, Innovationen und Herausforderungen ein, die die Branche prägen. Zusammen mit renommierten Gästen aus der Steuerberatungs- und Finanzwelt erkunden wir die Auswirkungen von Technologien wie künstlicher Intelligenz, Blockchain und Automatisierung und diskutieren die Zukunftsperspektiven dieser sich ständig weiterentwickelnden Branche.

Es findet eine Zeitenwende in der Steuerberatung statt und wir sind mitten drin.
In fesselnden 30-minütigen Gesprächen tauchen wir tief in die aktuellen Trends, Innovationen und Herausforderungen ein, die die Branche prägen. Zusammen mit renommierten Gästen aus der Steuerberatungs- und Finanzwelt erkunden wir die Auswirkungen von Technologien wie künstlicher Intelligenz, Blockchain und Automatisierung und diskutieren die Zukunftsperspektiven dieser sich ständig weiterentwickelnden Branche.

Unser Ziel ist es, Wissen zu verbreiten, Ideen auszutauschen und die Steuerberatung in eine neue Ära zu führen.

Deine Gastgeber Michel Menk, Co-Founder & CRO und Tilman Walch, Co-Founder & CEO freuen sich auf dich!


Transkript

[00:00:00.090] – Tilman
Viele Digitalisierungsprojekte in Kanzleien sind erfolgreich, also über 70 %. Es hat mich erstaunt.

[00:00:06.660] – Michel
Über was sprechen wir jetzt? Über Steuerberatung. Hallo und herzlich Willkommen zur Pilotfolge. Zeitenwende in der Steuerberatung. Mein Name ist Michel Menk. Ich bin Chief Revenue Office, aber mir macht aber auch gar nichts, bevor ich mich jetzt vorstelle. Tillmann ist auch immer dabei und hoffentlich zukünftig auch noch ganz spannende Gäste. Bevor wir erzählen, worum es überhaupt geht, übergebe ich an Tillmann, der auch ein bisschen was zu erzählen hat.

[00:00:29.250] – Tilman
Ja, ich bin Tillmann, der CEO bei milia.io und habe eher gegen den Counterpart zum Michel eher einen technischen Hintergrund. Bei uns verantwortet das Produkt. Und wer das ganze Thema Steuerberatung Wandel in der Branche aus dem technischen Hintergrund beleuchten?

[00:00:46.410] – Michel
Sehr gut. Ja, dann zu meiner Person. Wer es noch nicht weiß ich komme eigentlich von der bösen Seite der Macht, wuerden jetzt viele behaupten, das habe ich gelernt. Viele Jahre lang, dann aber mich irgendwie in die Steuerberatung verliebt und habe Berater beraten und den Tillmann kennengelernt, der mit dem technischen Aspekt kam und mehr oder weniger ganz offen den Gedanken ausgab, zu sagen Steuerberatung ist doch eigentlich ein Geschäftsmodell, was zwar dienstleistungsorientiert funktioniert, aber doch von der IT und der Technik getrieben ist und Recht hat. Was allerdings Fakt ist, dass auch das jahrelang viele Kanzleien auf uns zugekommen sind mit der Frage wie können wir denn weiter optimieren, was gibt es noch und wie sieht vielleicht vor allem die Zukunft aus? Was kann ich heute schon dafür tun, um dann eben ins neue Zeitalter einzusteigen im Zeitalter der Automatisierung? Schöne neue Welt. Du sagst, dass das das gelobte Land oder ich sage ich weiß es gar nicht mehr. Uns geht es jetzt darum, einmal zu präsentieren was kann man machen? Was sind denn tatsächliche Handlungsempfehlungen, die wir heute schon aussprechen können?

[00:01:42.180] – Michel
Was ist unser Learning aus zweieinhalb Jahren Entwicklung und intensiver Zusammenarbeit mit den Daten und Steuerberatern selber? Und wir freuen uns auf spannende Gäste in den kommenden Folgen, die uns vielleicht auch selber aus der Steuerberatung erzählen, aus dem technischen Umfeld. Was passiert? Wann wird es passieren? Ist vielleicht auch noch so ein spannendes Thema. Was sind unsere Einschätzung dazu, nachdem wir uns ja ausschließlich mit diesen Themen beschäftigen? Und ich würde sagen, wir legen doch heute einfach mal den Startschuss mit ein paar allgemeineren Themen. Jeder wird hier und heute mit Sicherheit das eine oder andere mitnehmen und vielleicht auch schon ein paar Haken auf seiner To Do Liste setzen oder diese ergänzen. Und damit würde ich einfach mal anfangen und den Tilman jetzt durchlöchern. Zum Thema technische Daten Tillmann Vielleicht mal allgemein aufbereitet. Wir hören immer wieder das Thema Steuerberater müssen wir beraten, Steuerberater müssen Einkommen haben, aber gleichzeitig du weißt es selber, wenn man Mandats Aufnahmeprozess entwickelt, was ist das erste, was wir immer hören?

[00:02:39.600] – Tilman
Das erste natürlich. Es werden keine neuen Mandate angenommen.

[00:02:43.080] – Michel
Falsch. Das erste ist super guter Prozess, aber wir nehmen keine Nummer davon. Ach ja, tatsächlich ist es so, dass wir das immer wieder hören. Das heißt, die Zeit fehlt. Das heißt, es geht ja nicht nur um Technik oder IT, sondern die hat einen Sinn und einen Zweck. Und ich glaube, das ist auch deine größte Mission im Bereich der KI, dem, dem du dich verschrieben hast, wo du glaubst bei mir auch ganz gut aufgehen kannst. Vielleicht erzählst du mal ein bisschen was zum Thema Mensch und Maschine.

[00:03:08.140] – Tilman
Ja, ich glaube generell natürlich, dass es in der Kanzlei, in der in Kanzleien grundsätzlich sehr datengetrieben zugeht, sehr elektronisch zugeht und trotzdem gerade jetzt neueste Berichte wieder gesehen z gibt. Wird schon relativ gut eingesetzt. Viele Digitalisierungsprojekte in Kanzleien sind erfolgreich, also über 70 %. Das hat mich erstaunt, weil wenn man in andere Bereiche schaut, dann sind die viel, viel weniger erfolgreich. Sprich Digitalisierung ist den Kanzleien sehr, sehr wichtig, auch wenn man immer gerne schimpft über die Steuerberatung und irgendwie sagt, die Branche ist nicht da, wo sie sein muss. Trotzdem sieht man Natürlich sprechen diese Studien eine andere Sprache, zeigen, dass Digitalisierung wirklich gelebt wird und das es auch wirklich sehr, sehr digitalaffine Mitarbeiter in den Kanzleien gibt und dass natürlich auch IT Systeme schon sehr früh eingesetzt wurden, unabhängig davon, ob die jetzt noch zeitgemäß sind. Aber sie wurden eingesetzt für eine sehr, sehr frühe und es wurde da Pionierarbeit geleistet. Ich glaube, dass es letzten Endes ja sehr wichtig ist, jetzt eben die neue Ära auch einzuleiten.

[00:04:20.310] – Tilman
Technologisch sehen wir, dass es immer stärker jetzt darum geht, nicht nur Daten von A nach B zu bewegen, wo die Steuerberatung schon sehr, sehr stark drin ist, sondern diese Daten eben dann auch intelligent auszuwerten und letzten Endes auch ich sage immer Data Driven Workflows, das heißt Daten getriebene Entscheidungen zu generieren und daraus dann aber auch Prozesse zu automatisieren. Wir fangen immer relativ schnell an, bei Datenanalysen eine große Menge an Daten zu gehen und zu überlegen, wie kann ich die jetzt, wo kann ich da jetzt Muster erkennen, wo kann ich da jetzt Handlungsempfehlungen generieren? Aber ich glaube, was wir vergessen, ist auch oftmals die der Call to.

[00:05:00.210] – Tilman
Der daraus folgen muss. Das heißt, es muss ein Prozess getriggert werden aus den jeweiligen Datenerkenntnissen. Und der Mandant muss zum Beispiel ein Frühwarnsystem bekommen, wo er sagt Hey, pass auf, hier läufst du vielleicht in eine Steuernachzahlung rein oder hier kann ich dich aktiv beraten. Und das muss vom System kommen und nicht vom Steuerberater.

[00:05:21.750] – Michel
Sehr gut, lass uns das mal auf die Praxis umlegen. Das zur Theorie. Ich denke, was wir zusammenfassend sagen können ist Mensch und Maschine funktionieren heute schon im Einklang. Das ist das, was du gesagt hast. Können aber künftig viel besser noch funktionieren, um dafür auch für Entlastung zu sorgen. Das ist, glaube ich, auch das große Ziel, dem wir uns verschrieben haben zu sagen Okay, wir möchten, das will ich heute noch mal betonen sowohl Unternehmen, Mandanten wie auch den Steuerberatern helfen. Und wir sehen eben in dem Steuerberater, wenn wir bei Zeiten, wenn in dem Thema sprechen, im Steuerberater eine riesen Rolle. Die Steuerberatung ist und bleibt in Deutschland das Rückgrat des Klein und Mittelstandes und genau diese möchten wir unterstützen. Und was ganz spannend ist, ist der Weg dorthin. Wir haben jetzt seit über zwei Jahren versucht, diesen Weg tatsächlich technisch zu gestalten und zu begleiten. Wir haben super viel gelernt. An der Stelle auch noch mal ein ganz, ganz großes Dank an alle unsere Kunden, die uns von Tag eins an begleitet haben, die es möglich gemacht haben.

[00:06:20.310] – Michel
Ich will jetzt aber deine Theorie mal ein wenig auf die Praxis umlegen, weil was ich immer wieder häufig feststelle, ist, dass die Vorstellung, wenn wir über solche Themen sprechen, relativ riesig ist, was alles geht, was alles möglich ist, das ist auch in Ordnung. Ich glaube aber, dass alle, die sich das hier ansehen oder anhören, sehr interessiert daran sind. Wie sieht denn der Weg dahin aus? Wo stehen wir heute, Was ist noch Zukunftsmusik und was nicht? Und möchte jetzt einen ersten praktischen Hinweis geben, bevor ich denen mal ein paar Fragen zu dem Thema stelle. Wir denken sowohl bei uns wie auch in jedem anderen Unternehmen in Etappen auf das ganze Zukunftshorizonte. Wir sprechen beispielsweise über den ersten Zukunftshorizont, den wir kennen, den wir sehr gut abschätzen können. Und das ist der, der die nächsten zwölf Monate, sprich ein Jahr betrifft. Das könnte man jetzt auch umlegen auf jedes eigene Unternehmen. Plant euren Zukunftshorizont auf ein Jahr. Das ist all das, was ihr wirklich planen könnt, weil ihr wisst, was möglich ist, was möglich sein wird und wohin er geht.

[00:07:17.290] – Michel
Zukunftshorizont Nummer zwei ist für mich der 2 bis 3 Jahre. Also was dann darauf folgt. Ja, zwei plus drei ist der, den wir erahnen können. Da kommt man dann schon eher wieder ins Spiel mit dem Thema KI. Und wo geht die Reise hin? Also unser Zukunftshorizont. Wir erahnen, wo die Reise hingeht, Wir ahnen die Bedürfnisse und versuchen das dann wieder technisch umzulegen oder dann eben auch für den Menschen praktikabel zu machen. Und der letzte Zukunftshorizont, das ist eben das gelobte Land, die schöne neue Welt, das ist das, was eigentlich heute sich alle wünschen und sich alle vorstellen. Das ist aber das, wo wir noch gar nicht wissen, wo es hingeht. Zukunftshorizont Nummer Nummer drei Alles, was über die nächsten vier Jahre hinausgeht. Es gibt mittlerweile diverse technische Themen, z. B. die jetzt eben schon genannt. Da hätten wir vor drei, vier Jahren nicht dran gedacht, dass das so in der Form hier und heute möglich sein wird. Das sind Dinge, das sind Wünsche, die wir äußern können.

[00:08:12.390] – Michel
Wünsche, die wir auch beispielsweise ganz gerne entgegennehmen. Wir werden in den nächsten Wochen darüber auch noch mal mit Steuerberatern, Berufskollegen und auch technischen Kollegen sprechen, wie die das Ganze einschätzen. Also plant euch selbst mal eure Zukunftshorizonte. Nehmt euch das Ganze vor. Uns hat super geholfen unternehmerisch sowie was die Entwicklung angeht und ohne großartig über unser Produkt zu sprechen. Da soll es ja gar darauf hinauslaufen, die nächsten zwölf Monate Zukunftshorizont Nummer eins aus technischer Sicht, was technische Möglichkeiten angeht. Ähm, mal unabhängig von Natürlich brauchst du Ressourcen, brauchst du Geld? Was ist innerhalb der nächsten zwölf Monate technologisch am Markt der Steuerberatung zu erwarten aus deiner Wahrnehmung?

[00:08:54.690] – Tilman
Ich glaube definitiv, das Thema Workflows ist ein zentrales Element Kundenzentrierung, sprich alle technologischen Hilfsmittel, die Richtung Mandant gehen, das heißt Eingliederung in die Wertschöpfungskette des Mandanten. Ganz wichtiges Stichwort, wo letzten Endes End to End Workflows auch zum Tragen kommen und die ihre technologische Macht auch entfalten. Ich glaube, das ist zentral, weil die Steuerberatung in den nächsten 1 bis 2 Jahren lernen muss, zwangsläufig, was echte Kundenzentrierung und Serviceorientierung heißt. Sprich neben dem Mandanten mit was läuft in der Kanzlei, wo steht mein jeweiliger Sachverhalt? Nun steht mein Vorgang. Ich glaube, diese serviceorientierte Dienstleistung, die gibt es in ganz anderen, vielen anderen Branchen schon seit Jahren in der Steuerberatung nur partiell. Warum? Weil letzten Endes auch irgendwo die Transparenz der Daten fehlt. Weil die Systeme fehlen, die mehr zeigen. Steht mein Vorgang als Mandant hier. Ist die Steuerberatung gerade dran? Hier ist vielleicht das Finanzamt auch gerade dran. Ich glaube definitiv, es wird kurzfristig jetzt darum gehen, digitale Workflows zu nutzen, um die Kundenzentrierung auf ein nächstes Level zu heben.

[00:10:18.850] – Michel
Verstehe ich. Kannst du einmal erläutern, was dafür heute notwendig ist? Ich weiß, wir erleben das auch immer wieder. Automatisierung bedeutet für mich in ganz einfacher Sprache standardisierte digitale Daten, die wir miteinander vernetzen, geben am Ende die Automatisierung ganz einfach an Wie es ist, weiß ich auch. Aber jetzt sprechen wir schon mal von einem STANDARD. Wir sprechen von digitalen Daten und wir sprechen von Vernetzung. Das betrifft ja nicht nur den Mandanten, sondern auch diverse Systeme. Welche Voraussetzungen sollte denn eine Steuer beratungsgesellschaft heute erfüllen, um überhaupt diese nächsten zwölf Monate die Schritte, die du gerade gesagt hast, gehen zu können?

[00:11:02.590] – Tilman
Ja, ich glaube, erst mal ist es irgendwo eine Konsolidierung der Systemlandschaft, also wirklich zu schauen, was gibt es für Lösungen, die prozessorientiert sind, sprich die wirklich Individualisierung in der Prozesskette zulassen und auch Prozessdaten transparent darstellen. Das heißt auch Durchlaufzeiten, bestimmte Tätigkeiten, die vollzogen werden und das ganze Thema natürlich gepaart mit Schnittstellen, sprich Schnittstellen, auch da eine Kompetenz aufzubauen, sowohl in der Kanzlei oder vielleicht auch sich extern Hilfe zu holen, ist extrem wichtig, weil es wirklich kaum eine größere Komplexität an unterschiedlichen Systemen gibt als für die Steuerberatung sbranche. Also das kann ich auch ganz klar sagen. Nicht aus der Branche kommend habe ich selten eine Branche gesehen, die so komplex ist und so heterogen von der Systemlandschaft her. Also es gibt so unterschiedliche Systeme, sowohl auf der Kanzleiseite als auch auf der Mandantenseite. Da muss definitiv die Schnittstellenkompetenz extrem qualifiziert werden und letzten Endes auch auch ausgebaut werden. Und ja, ich glaube, dann schafft man auch diese Transparenz dahingehend, dass man eben Daten hat, konsolidieren kann und den Mandanten dann auch einfach in einem Frontend zur Verfügung stellen kann.

[00:12:31.300] – Tilman
Zu sagen Hey, dein Vorgang ist aktuell in diesem Stadium, es dauert vielleicht noch drei Wochen, bis du von uns eine Rückmeldung erhältst. Ich glaube, das sind Themen, die definitiv da helfen. Plus Wenn dieses Stadium erreicht ist, gibt es nach oben hin keine Grenzen mehr, weil dann haben wir auch das Thema Konversation als Ei. Dann können wir losgehen und wirklich sagen, ich habe hier meine Information, ich kann die durch eine, durch den Chatbot beispielsweise oder durch ein auch anderes Framework nutzen Exzessen praktisch und kann letzten Endes dann mir als Mandant einfache, automatisierte Kunden Unterstützung bieten als Kanzlei kann sagen, hier auf der Website gibt es einen Chatbot in einem geschützten Bereich und da kannst du deine Fragen loswerden und werden individuell auf deine Datenbanken ausgespielt.

[00:13:25.630] – Michel
Das heißt, du hast uns jetzt eigentlich schon den Weg Richtung Zukunftshorizont zwei so ein bisschen geebnet? Ich versuche das mal zu übersetzen, in die Praxis umzulegen, was das für mich bedeutet, was die Empfehlungen sind, die wir hier aussprechen können, um was es denn geht. Wir haben jetzt gesagt tatsächlich Herausforderungen. Sind die Systemlandschaften unterschiedlich, was viele Dinge angeht. Was ich immer wieder sagen kann, ist tatsächlich Daten sind das neue Gold. Das kann man hier schon so sagen, Das schwingt auch ein bisschen mit. Also pflegt alle Daten, bitte nehmt euch dafür Zeit, fliegt die Stammdaten, vervollständigt die Stammdaten zu Mandanten, pflegt meinetwegen auch die Emailadressen für weitere Gesellschafter ein. Wir gehen über in die digitale und automatisierte Welt und dafür sind die Daten zwingend notwendig. Das heißt, das, was ihr jeden Tag eigentlich schon in der Finanzberatung macht, da kommen wir wieder auf Die Pionierarbeit geleistet wurde eigentlich zurück. Sachkundenraum Skala 0304, welches auch immer gibt ein standardisiertes Format und auch in der Leistungserstellung einigt ihr euch in den Kanzleien auf ein übergreifendes Standardformat, was wohin gebucht wird, was in welchen Rahmen gehört.

[00:14:31.120] – Michel
Ich weiß, der Gesetzgeber unterstützt uns dabei mittels Bilanz Taxonomie etc. Selbiges gilt für den Lohn, diverse Lohnarten. Ich weiß uns jetzt über den Weg gelaufen, wie viele verschiedene Varianten wir finden und dann auch noch auf den Mandanten unterschiedlich. Schaut bitte, dass ihr wirklich einen STANDARD etabliert. Abweichungen sind in Ordnung, Individualisierung sind auch immer in Ordnung. Da komm ich aber zu dem Punkt, die könnt ihr euch bezahlen lassen. Also nächster ganz, ganz großer und wichtiger Tipp Tilman sagt es schon. Wir sprechen über vier. Transparenz auch. Umso mehr Daten wir haben, umso transparenter können wir sie darstellen, umso standardisierter können wir die darstellen. Bitte macht euch Gedanken über euer zukünftiges Geschäftsmodell. Was für Dienstleistungen möchtet ihr denn anbieten und zu welchem Preis? Auch das ist nämlich was, was ich als Ergebnis sehe. Umso mehr wir standardisieren, umso mehr wir automatisieren, umso planbarer werden wir. Ein Wunsch von vielen unserer Kunden ist es, automatisierte Kapazitäten planen zu können. Da kommt eine Anfrage rein von einem mittelständischen Unternehmen. 2 Millionen € Umsatz, 20 Mitarbeiter, ungefähr 1000 Buchungszahlen im Monat.

[00:15:35.810] – Michel
Ich weiß es nicht. Wer hat dafür noch Zeit? Wie lange brauchen wir ungefähr dafür? In welchem Zukunftshorizont würdest du eine automatisierte Kapazitätsplanung einordnen?

[00:15:45.150] – Tilman
Ähm, ich denke, dass das definitiv in den nächsten 3 bis 5 Jahren soweit sein wird. Ich glaube aber auch, dass wir bis dahin noch etwas brauchen, weil letzten Endes die Datengrundlage, wie du schon richtig gesagt hast, noch nicht da ist, wo wir sie, wo wir sie brauchen. Ich glaube, da braucht es wirklich die Erfahrungswerte der Kanzleien. Dann plus historische Daten sind da nicht wirklich anwendbar, weil natürlich die über die Zeit sich die Tätigkeiten auch verschlankt haben. Sprich wir haben immer mehr Systeme hinzubekommen. Das heißt, wir können nur relativ aktuelle Daten nutzen, um jegliche Hochrechnung machen zu können, wann wie lang welche IBU zum Beispiel braucht welchen für welche News. Aber trotz alledem glaube ich, dass wir definitiv da auf dem auf dem Weg dahin sind, diese Daten auch zu konsolidieren und praktisch dann auch hochrechnen zu können, wie viel Arbeit denn wirklich dahinter steckt, wenn so ein Mittelständler auf mich zukommt. Und ich denke, dass es punktuell wirklich Sprunginnovationen innerhalb von 3 bis 5 Jahren geben wird, die dann wiederum dafür sorgen, dass meine ganze Rechnung, die ich vorher gemacht habe, auch wieder hinfällig ist, weil es dann gewisse Tätigkeiten gibt, die komplett wegfallen.

[00:17:17.250] – Tilman
Und dahingehend glaube ich, dass wir da definitiv auch einfacher zukünftig planen können als noch in der Vergangenheit.

[00:17:27.240] – Michel
Die Aussage gefällt mir, darauf kann ich direkt was machen. Greifen wir wieder praktische Handlungsempfehlungen auf. Tipps und Tricks für uns. Ein bisschen Theorie gehört schon einige Praxishinweise, was du ja gerade gesagt hast. Sprungtechnologien, also disruptive Veränderungen. Wir stehen aktuell vor einer. Das ist ganz offensichtlich. Es kommt von allen Seiten Gesetzgebung. Die elektronische Rechnung kommt. Wir haben jetzt die erste Stellungnahme des Steuerberaterverbandes gerade gelesen, haben uns das ganze, Ganze angeguckt und es wird immer standardisierter, die Finanzverwaltung nicht mit. Wir sprechen schon über Modernisierung der Betriebsprüfung, datengetrieben und elektronisch. Es werden immer mehr Daten in die Kanzlei gesendet und verarbeitet. Was mich dabei natürlich interessiert ist ich werde ja Steuerberater. Nicht nur, weil ich eben einen Hang für die Gesetze habe oder eben für die für die IT, sondern weil ich eher meinen Mandanten helfen möchte, weil ich dort was was bewegen möchte. Für wie wichtig erachtet du die Rolle eines Innovationsmanagers? Innovationsmanagement in einer Kanzlei? Also zu sagen wie kriegen wir denn einfach einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess hin? Wir haben ein Team von gut 20 Leuten, wovon sich mindestens fünf mit neuen Technologien permanent beschäftigen und was den Markt bewegt.

[00:18:42.930] – Michel
Wie schafft das eine Steuerkanzlei?

[00:18:46.350] – Tilman
Ehrlich gesagt ist das eine Herausforderung. Also erstens mal Innovationsmanager oder auch IT affine Fachkräfte, die da wirklich state of the Art unterwegs sind, die da wirklich am Zahn der Zeit arbeiten und die auch vor allem ins Doing kommen, in die Umsetzung kommen, die Hands on agieren. Das heißt, dass die wirklich auch vielleicht mal eine Schnittstelle anbinden, vielleicht mal System A mit System B kombinieren. Wirklich, da tiefer in die Technologien reingehen. So jemanden zu finden ist erstens mal nicht günstig in der Regel und gleichzeitig auch am Markt kaum verfügbar. Trotzdem glaube ich, dass die Chance besteht, kanzleiinterne Fachkräfte dahingehend zu qualifizieren und einfach auch mehr. Man hört immer so dieses ganze Thema. Buchhalter müssen sich zu zu IT Experten transformieren usw. Das glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass sich Buchhalter eben ja vielleicht eher in Richtung nicht technologisch, sondern in Richtung Innovation entwickeln müssen. Dass die, dass die grundsätzlichen Geschehnisse, die neuen Sprunginnovationen am Markt bekannt sind und dass man sich dann punktuell Experten dazu holt, die in diesem, in dieser Sache auch wirklich versiert sind, weil man kann es nicht mehr als Generalist, auch da kann man so generalistisch sein, wie man möchte.

[00:20:23.310] – Tilman
Man wird es nicht mehr hinbekommen, alle Technologien zu beherrschen und auch wirklich da tief drin zu stecken. Das heißt, ich glaube, Innovation ist wichtig, dieses Innovationsgen zu entwickeln bei den Mitarbeitenden und dann auch punktuell die richtigen Experten zuzugehen und mit denen zusammenzuarbeiten. Und wirklich, ja.

[00:20:44.440] – Michel
Zu machen. Ich finde die Aussage gerade ganz spannend und habe selber für mich meinen Gedanken aufgegriffen. Den wir hier jetzt mal verfolgen können. Seit mehreren Jahren geht es immer darum zu sagen okay, wir müssen unsere Berufskollegen, Mitarbeiter in der steuerbaren Gesellschaft, viel, viel IT Affine ausbilden. Die müssen Schnittstellen, die müssen Daten importieren, exportieren können, Formate erkennen müssen. Was du uns ja jetzt mehr oder weniger sagst, ist, das erledigen eigentlich zukünftig die Technologien. Ja, wir brauchen eine Übergangszeit, das habe ich schon mitgenommen. Deswegen so ein, zwei Experten wäre nicht schlecht, auch mal einen 15 20 Mann Team gesehen. Aber nicht jeder muss sich mit Schnittstellen auseinandersetzen, mit technischen Daten, sondern viel mehr müssen wir ein Verständnis für die Technologien schaffen. Weil ich eben wissen muss, was im Hintergrund passiert. Das ist das Einzige und den Rest.

[00:21:33.870] – Tilman
Prüfen können.

[00:21:34.560] – Michel
Wir richtig macht Die Technologie bedeutet aber die fachliche Qualifizierung mit eben diesem Hauch ITAffinität. Ich muss schon wissen, wie der Datensatz dort hingekommen ist. Was da aber genau im Hintergrund passiert ist, wie ich den dort rein bekomme, das ist vielleicht die Sache von ein, zwei Leuten und ich denke, das ist mal ein Denkanstoß für uns alle zu sagen okay, nicht jeder muss das mitmachen. Ein, zwei Experten wäre nicht schlecht für den Bereich, die findet man aber auch. Den Rest muss ich viel mehr fachlich qualifizieren. Um da jetzt mal über ein praktisches Beispiel zu sprechen Ich habe ein Mandanten, der liefert mir vollständig heute schon elektronisch die Daten. Ich bekomme diverse Datensätze aus einem CRM ERP System, ich habe Onlinehändler und ich habe meine verarbeiteten Buchungen. Natürlich muss ich einzelne Sachverhalte noch beurteilen können. Denkt man Zukunftshorizont Nummer zwei, bin ich voll überzeugt Das System wird mir sagen, welche ich beurteilen muss. Im ersten Moment. Da muss ich verstehen, wie die dort reingekommen sind, wie ich die eventuell anpassen kann und was das für Auswirkungen hat.

[00:22:29.740] – Michel
Ich finde, das ist ein sehr, sehr interessanter Gedanke, weil wir alle wissen, Fachkräfte, egal ob in der Steuerberatung sbranche oder in der IT. Der Fachkräftemangel ist da und die gibt es eben durch genau diese Sprungtechnologien, die du genannt hast, zu heben.

[00:22:44.610] – Tilman
Ich habe da vielleicht noch einen kleinen organisatorischen Tipp für Kanzleiinhaber oder auch Mitarbeitende. Ich glaube, dass es definitiv auch wichtig ist, Wissenstransfers einzuführen in der Kanzlei. Das heißt, dass es 123 Innovations Speerspitzen gibt in einer Kanzlei, die dann letzten Endes dieses Wissen auch in wöchentlichen Meetings, zum Beispiel weitertragen an die Mitarbeitenden, sodass es letzten Endes wirklich soweit kommt, dass Sprunginnovationen frühzeitig erkannt werden und da auch ein Wissenstransfer stattfindet, damit auch jeder sich abgeholt fühlt und mitgenommen fühlt. Ich glaube, damit kann man auch so hier und da gewisse Leidenschaften Passion, die vielleicht vorher noch verborgen war, triggern. Bei manchen Menschen, die dann in ihrem Fachgebiet sehr stark sind, aber dann plötzlich Sprunginnovationen kennenlernen, die ihr Arbeiten verändern kann. Und dadurch kombinieren sie neues, aktuelles Wissen mit Wissen aus der Vergangenheit.

[00:23:52.380] – Michel
Finde ich sehr gut. Da können wir wieder eine Idee äußern oder ein Vorschlag, den Tipp, den ich dann ergänzen möchte, eine Kombination jetzt aus dem Gespräch, dem, was wir vorher gesagt haben und dem, was du gerade gesagt hast, was man natürlich machen kann. Was wir relativ häufig machen, ist so was wie ein Prozessinhaber zu benennen. Wir haben unseren Prozess der Finanzbuchhaltung. Dafür bin ich einem, der diesen Hauch IT Affinität hat. Das muss nicht der Schnittstellenexperte sein, aber auch das fachliche Know how. Und der ist mein Prozessinhaber. Der beschäftigt sich natürlich umfangreich mit Buchhaltung und Jahresabschlüssen oder eben nur den Buchhaltung. Man schaut aber auch immer, wo es ein bisschen besser geht und der ist auch mein Ansprechpartner intern in der Kanzlei. Wenn es immer um komplexere Fragestellungen geht, um Prozesse, und der es dann für meinen einzelnen Prozess der Innovationsmanager für einen kleinen Teilbereich genau dasselbe könnte man für Jahresabschluss machen. So kann man es vielleicht auf mehrere Schultern verteilen und wie du schon sagtest, die Motivation, eben selbstständig in diese neue Welt zu gehen, sich selbstständig damit zu beschäftigen, weil auch da kann jeder aus eigener Erfahrung sprechen.

[00:24:59.850] – Michel
Natürlich ist es super, Erfolge zu erzielen, den nächsten Schritt zu sagen Super, schon wieder eine Stunde gespart hat und jetzt für alle meine Kollegen auch nochmal eine Stunde gespart. Ist ja klasse, macht Spaß, wir ziehen alle gerne gemeinsam Erfolge. Und da möchte ich jetzt noch einmal auf das Thema Steuerberater und die Rolle in der Zeitenwende im Wandel. Wie sieht das künftig aus? Ich sehe zwei ganz große Perspektiven der Steuerberater, die Kanzlei Inhaber als Arbeitgeber, Umgang mit Personal auch in Zeiten des Fachkräftemangels, Umgang mit Technologien und vor allem den ihren Mandanten. Also was hat das alles für eine Bedeutung? Ist eine riesen Rolle, die dort ein Steuerberater unabhängig der gesetzlichen Anforderungen einnehmen muss. Ich denke, das ist uns allen bewusst, allen die hier zuhören. Und zum Thema Personal würde ich ganz gerne eins zwei Dinge loswerden und wir wollen auch einfach über unseren Unternehmens als. Berichten. Was bewegt uns denn? Wie gehen wir mit manchen Themen um? Tipp Nummer eins hatte Thema Wissenstransfer. Eine ganz, ganz wichtige Thematik, die eine Rolle spielt, ob man es jetzt wöchentlich macht, monatlich oder ad hoc.

[00:26:04.040] – Michel
Einer ist bei uns regelmäßig dafür verantwortlich, ob es eine Viertelstunde ist oder eine Stunde. Das ist auch ganz gleich, seinen Kollegen für den einzelnen Fachbereich zu erzählen, was es Neues gibt, was passiert ist und was wollen wir daraus machen. Intern bei uns läuft das Ganze ähnlich ab und genauso bei uns jetzt größtenteils online. Es kann aber auch vor Ort passieren. Finde ich ein ganz wichtiges Thema. Der zweite Punkt, den ich sehe und dafür möchte ich jetzt einfach mal Bewusstsein schaffen. Ich habe mich jetzt gerade die ganze Zeit stark gemacht für die Steuerberater, den Berufsstand. Ich möchte mich aber stark machen für alle Mitarbeiter in den Bereichen. Ich selber war gut sieben Jahre lang der Depp, der vorne stand, wenn es um eine DMS Einführung ging und gesagt habe. Und im übrigen alle Emails werden künftig archiviert, jeder einzelne zum Mandanten und spätestens ab dem Moment war ich immer raus. Dann war ich der, der der meistgehasste Gast in diesem Raum. Und ich möchte das ändern. Das hat natürlich einen Grund. Der Hauptgrund ist keine Zeit, keine Zeit und kein Verständnis.

[00:27:06.170] – Michel
Und wir haben uns ewig lange Gedanken darüber gemacht, warum es denn so ist und wie wir das Ganze heben können. Und es geht gar nicht um den Aufgabenbereich. Es gibt so viele, die machen gerne im gerne Löhne, gerne Steuererklärung, helfen aber auch super gerne den Mandanten das ganze zu tun. Aber führen wir uns einfach mal vor Augen Ein Mitarbeiter, der den Lohn oder die Finanzbuchhaltung macht, beispielsweise unsere, der wird jeden Monat aufs Neue erzielten Ergebnis super, die Buchhaltung fertig, die sieht gut aus und schon habe ich wieder den nächsten Monat. Das heißt, ich bin in Endlosschleife niemals fertig mit meinen Aufgaben.

[00:27:38.400] – Tilman
Ja, das war unsere erste Podcastfolge hier. Zeitenwende in der Steuerberatung. Michel, was kann man jetzt erwarten von uns in Zukunft.

[00:27:47.900] – Michel
Dass wir den Namen noch mal überdenken? Nein, Spaß beiseite, spannende Gäste. Das geht auch an alle, die hier zuhören. Wer Lust hat dabei zu sein, wir uns einfach mal Fragen vor der Kamera stellen möchte, der muss sich natürlich vorab senden. Der darf sich gerne jederzeit bei uns melden, egal ob über Social Media, via Email oder einfach mal anrufen. Wir freuen uns, dabei zu sein. Ich glaube, es geht um viele weitere spannende Handlungsempfehlungen zu sagen. Wir begleiten diesen Wandel ab sofort mit den bekannten Zukunftshorizonten und mixen das Thema Steuerberatung aus der Praxis. All unsere Erfahrungen, alles was wir sehen und mitnehmen mit dem, was wir an IT Know how eben an Bord haben.

[00:28:25.760] – Tilman
Gebt uns Feedback. Schreibt in die Kommentare. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und bis bald.

[00:28:30.740] – Michel
Bis zum nächsten Mal.

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